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Saturday, January 19. 2008
Wir haben einen neuen Blog für die Berlinale 2008 - zu finden unter www.movielounge.de Auch mit podcast !
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Tuesday, March 6. 2007
Weitgehend unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit gründeten die Kulturstiftung des Bundes und die Internationalen Filmfestspiele Berlin im Oktober 2004 den World Cinema Fund. Klares Ziel: Unterstützung von Kooperationsprojekten deutscher Filmproduzenten mit nicht-europäischen Filmemachern und Produzenten. Der World Cinema Fund fördert Filme aufgrund ihrer Thematik oder Ästhetik nur schwer über die eingängigen Kanäle zu finanzieren wären. Das hier starke Filme entstehen, die uns völlig neue Eindrücke über die herkunftländer vermitteln, bewies das letzte Jahr. Die Produktion "Paradise Now" über die letzten Tage von zwei palästinensischen Selbstmordattentätern wurde mit internationalen Preisen überhäuft und fand darüber hinaus den Weg in die Kinos. Freunde auch in diesem Jahr auf der Berlinale: Das Beziehungsdrama El Otro (siehe unsere Kritik) erhielt den Silbernen Bären, den Großen Preis der Jury, und Julio Chavez wurde mit dem Silbernen Bären als Bester Darsteller ausgezeichnet.
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Monday, March 5. 2007
Film auf der Berlinale verpasst oder nicht vor Ort gewesen ? Kein Problem, hier sind die offizielle Filmstarts von Berlinalefilmen:
Schon angelaufen: Bordertown, Der gute Hirte, La Vie en Rose, Letters from Iwo Jima, Tagebuch eines Skandals, The Good German Demnächst: Die Fälscher (22.03.07), 300 (05.04.07), Goodbye Bafana (12.04.07), Yella (20.09.07)
Noch nicht bekannt: Irina Palm, The Walker
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Sunday, March 4. 2007
Alles freut sich über den Gewinn des Oscars für "Das Leben der Anderen". Die Legenden (besonderes gepflegt vom Spiegel) sagen ja, dass die Berlinale 2006 diesen Film übersehen hat. Wie es wirklich war, schildert Alexander von Schönburg in seinem hervorragenden Portrait über Florian Henckel von Donnersmarck in der aktuellen Ausgabe der Vanity Fair. Kosslick habe demnach Donnersmarck einen Platz für den Film im Panorama angeboten. Dieser habe dies Angebot dankend abgelenht, da ihm Kosslick keinen deutschen Mainstreamkassenerfolg nennen konnte, der je in der Berlinale Nebenreihe Panorama gelaufen ist. Apropo Mainstream: da will Donnersmarck hin, seinem Vorbild Schwarzenegger nacheifernd, wird er seinen Wohnsitz nach Hollywood verlegen. Man darf gespannt sein, mit welchen Projekten er uns in Zukunft beglücken wird.
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Panorama
Friday, March 2. 2007
"I Have Never Forgotten You – The Life and Legacy of Simon Wiesenthal ", so lautet der Filmtitel des amerikanischen Regisseurs Richard Trank über das Leben von Simon Wiesenthal. Auf der Berlinale stellt sich die Frage, ob wir schon alles vergessen haben, bzw. ob uns dieses Thema überhaupt noch interessiert. Mäßiger Besuch der Pressevorführung, die zugleich Weltpremiere dieses Dokumentarfilms war. Die geringe Resonanz ist um so erstaunlicher, da es nach dem Film eine Diskussion mit Sir Ben Kingsley (als Wiesenthal in "Recht nicht Rache") über das Leben des Nazijägers gab. Hier war es wie immer, pünktlich zum Auftritt des Stars die Brigade der Fotoleute, nur geringes Interesse für die Inhalte. Unverständlich, warum den Filmemachern keine ordentliche Pressekonferenz zugestanden wurde. Dabei ist dieser Film, abgesehen von der zu aufdringlichen, pathetischen Musik, eine intensive und gut gelungene Dokumentation. Simon Wiesenthal wird als eine Person gezeigt, die Zeitlebens mit der schweren Last eines Überlebenden des Holocausts umgehen muss, der schonungslos zu sich aber auch zu seiner Frau und Tochter ist. eine der berührendsten Szenen im ganzen Film ist sein 90. Geburtstag: er feiert ihn im ehemaligen Lieblingshotel des Führers, im Hotel Imperial in Wien. Dieser Film sollte zur Pflicht im Geschichtsunterricht an deutschen Schulen gemacht werden.
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Friday, March 2. 2007
"Magnum is a Community of thought, a shared human quality, a curiosity about what is going on in the world, a respect for what is going on, and a desire to transcribe it visually." Henri Cartier-Bresson Mitbegründer von Magnum Photos Nicht beschreibt besser die Vision von Magnum, der sich bis heute ihre Mitglieder verpflichtet fühlen. Grund genug für die Berlinaleleitung, diese Agentur mit einer eigenen Sektion auf dem Festival zu würdigen. In Magnum in Motion wurden Filme über berühmte Fotografen gezeigt, wie z.B. "Robert Capa: In Love and War" , eine faszinierende Dokumentation über diesen charismatischen Kriegsfotografen der in Vietnam durch ein Mine ums Leben kam. Elliott Erwitt war als Autor eines Making Of.. (in den 60ger Jahren noch kein Standard) vertreten und zwar über Arthur Penns "Little Big Man", Martine Frank mit "What has happened to the American Indians" - Navajo und Hopi zwischen Tradition und Kommerz. Mehr über Magnum
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Wednesday, February 28. 2007
Nicht im Wettbewerb der Berlinale, aber viel diskutiert: Notes of a Scandal, ein packendes Kammerspiel mit Judi Dench und Cate Blanchett, das jetzt auch in den deutschen Kinos angelaufen ist. Die Geschichte: Die Neue im Lehrerkollegium weckt sofort das Interesse von Barbara Covett (Judi Dench). Denn sie ist all das, was Barbara nicht ist: jung, strahlend schön, freundlich, scheinbar vom Glück verwöhnt. Als sie gemeinsam eine Prügelei zwischen zwei Schülern beenden, schweißt das die ältliche, einsame Barbara und Sheba (Cate Blanchett), die verheiratete Mutter zweier Kinder, augenblicklich zusammen. Bald sind sie im Schulalltag unzertrennlich, auch privat sehen sich die beiden Frauen immer häufiger. Dann kommt jener Abend, an dem Barbara eine schockierende Entdeckung macht: Sheba hat eine Affäre mit einem ihrer minderjährigen Schüler. Ein Skandal mit unabsehbaren Folgen, sollte diese Affäre an die Öffentlichkeit kommen. Barbara konfrontiert Sheba mit der Wahrheit und nimmt ihr das Versprechen ab, den Jungen nicht mehr zu treffen. Im Gegenzug will sie Schweigen bewahren. Barbara steigert sich in die Wahnvorstellung hinein, dass sie Sheba als beste Freundin besitzen könne. Eine Obsession, die – gerade in den Augen von Shebas Mann Richard (Billy Nighy) – immer aufdringlichere Formen annimmt. Als Barbara nach einiger Zeit dahinter kommt, dass Sheba trotz gegenteiliger Beteuerungen die Verbindung zu dem Schüler nicht abgebrochen hat, eskaliert die Situation... Podcast
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Tuesday, February 27. 2007
Das Beste von der Berlinale jetzt im Orginalton: Wir veröffentlichen ab sofort Filmkritiken mit O-Tönen von der Berlinale, das Beste aus den Pressekonferenzen und von anderen Veranstaltungen rund um das Filmfest. Als Appetithappen: Besprechung der Filme über die Modemacher Karl Lagerfeld (Lagerfeld Confidential) und Yves Saint Laurent (Celebration), die auf der Berlinale in der Panoramasektion gezeigt wurden. Dazu ausführliche Orginalausschnitte aus der Pressekonferenz mit Karl Lagerfeld - sehr cool ! Bob Geldorf und Sharon Stone auf der Cinema for Peace Gala Zu hören hier
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Sunday, February 25. 2007
"Wir locken Sie mit Weltstars in das Grauen des Alltags" Dieter Kosslick auf 3sat "The Secret is safe with me" Nachbar an der Theke im Gossip Studio "Der Moritz bleibtreu is jut. Der kann sogar Türken spielen." Taxi Driver Wisdom "Die Berlinale is jut für uns, noch besser ist aber "Frucht & Logistik. Jetzt wess ick dat Bananen vakuumverpackt werden." Taxi Driver Wisdom "Pissing erverywhere isn`t very Chanel." Inschrift auf einer privaten Toilette bei Lagerfeld / gesehen in "Lagerfeld Confidential" "Ich bin immer verspätet, das ist das Drama meines Lebens." Karl Lagerfeld
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Forum
Sunday, February 25. 2007
Sie haben ihr Versprechen wahr gemacht: der Dokumentarfilmer Kazuhiro Soda und sein Hauptdarsteller Kazuhiko Yamauchi brachten anlässlich der Premiere von "Campaign" japanisches Wahlkampfflair nach Berlin. Unter den arwöhnischen Augen örtlicher Ordnungshüter begrüßten der LDP-Kandidat Yamauchi und sein Wahlkampfteam neugierige Berliner.
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Saturday, February 24. 2007
Für sechs intensive Tage waren 362 Nachwuchsfilmer aus aller Welt in den drei Häusern des Theaters „Hebbel am Ufer“ zu Gast. Podiums-Gespräche mit renommierten Film- und Medien-Experten, Exkursionen, Screenings und Workshops - mit über 80 Veranstaltungen bot der fünfte Campus den Talenten, Berlinale-Gästen und anderen interessierten Besuchern ein vielfältiges Programm rund um das diesjährige Campus-Thema „Home Affairs – Privacy, Films and Politics“. Zu den Höhepunkten zählten die Veranstaltungen mit Bianca Jagger, Jasmila Zbanic, Walter Salles, Tom Tykwer, John Waters, Wim Wenders und dem Wettbewerbs-Jurymitglied Gael Garcia Bernal. In 90 kurzweiligen Minuten sprach der Schauspieler über seine Karriere und welche realen und fiktionalen Grenzen er dabei überschritten hat. Sein Rat an den Nachwuchs: „Macht keine Kompromisse, wenn es darum geht, für Eure eigenen Überzeugungen einzutreten, vor allem nicht aus kommerziellen Erwägungen.“ Wie kann das aussehen ? Supergut - die Ergebnisse der Jungfilmer sind unter www.berlinale-talentcampus.de zu finden. Unsere Empfehlung: im Garagestudio den Film von Amira Lopez "Click-Clack-Clack anklicken !
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Panorama
Thursday, February 22. 2007
Der ai-Preis wurde in diesem Jahr zum dritten Mal auf der Berlinale vergeben und ist mit 2.500 Euro dotiert. Bisherige Preisträger des Amnesty International Filmpreis waren: "U Nergiz Biskivin" (2006, Forum) und "Paradise Now" (2005, Wettbewerb). Neben der Berlinale wird der Preis auch auf internationalen Filmfestivals in Amsterdam, Rotterdam, Kopenhagen und Los Angeles verliehen. Mit dem Preis möchte ai die Aufmerksamkeit von Fachleuten und Publikum auf das Thema Menschenrechte lenken und Filmemacher dazu ermutigen, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen. Der Spielfilm "Bei Einbruch der Dunkelheit" ("När mörkret faller") von Anders Nilsson (Schweden/Deutschland 2006) hat den Amnesty International Filmpreis auf der 57. Berlinale erhalten. Der Film lief im Panorama des Festivals. „Bei Einbruch der Dunkelheit erzählt drei Episoden über Gewalt, Macht und Angst. Doch der Film zeigt auch, dass durch Mut und Einsatz des Einzelnen Hoffnung bleibt“, begründete Schauspielerin Christiane Paul die Entscheidung im Namen der diesjährigen ai-Jury, zu der auch Filmkritiker Dietmar Kammerer und Ayfer Ergün von der niederländischen ai-Sektion gehörten. „Ehrenmord oder familiäre Gewalt sind keine Privatsache, sondern liegen in unser aller Verantwortung. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“
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Thursday, February 22. 2007
Nach Informationen der Festivalleitung war das Interesse an der Berlinale 2007 sowohl seitens der Fachbesucher als auch des Publikums größer denn je: Mehr als 19.000 Akkreditierte aus 127 Ländern, darunter 4.000 Journalisten, kamen zum Festival. Rund 430.000 Kinobesuche fanden bei den 57. Internationalen Filmfestspielen Berlin statt, davon gingen rund 200.000 Tickets ans Publikum. Die neu hinzugekommenen Kinos im Cubix am Alexanderplatz sind hervorragend angenommen worden. Insgesamt wurden 373 Filme in 1.190 Vorführungen gezeigt. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die Berlinale Merchandising-Produkte: Rund 8.000 Artikel, darunter Taschen, Tassen, Teddys, T-Shirts und Mützen waren bis zum Ende des Festivals restlos ausverkauft. Wehmut für die Journaille: in diesem Jahr fand sich kein Getränkesponsor, anders als in den vergangenen Jahren. 2006 stellte Vösslauer 290.000 ! Flaschen Mineralwasser den durstigen Journalisten zur Verfügung.
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Wettbewerb
Thursday, February 22. 2007
Freundschaft, Versöhnung, Hoffnung und Aufbruch – der neue Film des Oscar-prämierten Regisseurs Bille August (PELLE, DER EROBERER; FRÄULEIN SMILLAS GESPÜR FÜR SCHNEE; DAS GEISTERHAUS) erzählt von der schicksalhaften Beziehung zwischen dem zu lebenslanger Haft verurteilten schwarzen Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela und seinem weißen Gefängniswärter James Gregory. In den Hauptrollen Joseph Fiennes (SHAKESPEARE IN LOVE) als James Gregory, Dennis Haysbert („24“) als Nelson Mandela und Diane Kruger (TROJA; MERRY CHRISTMAS) als Gregorys Ehefrau Gloria. Basierend auf den Memoiren von James Gregory schuf Bille August mit GOODBYE BAFANA ein Plädoyer für die menschliche Kraft zu Umkehr und Neuanfang. Es war Mandelas Vision der Versöhnung, die ihn fasziniert habe, so Regisseur August, der das Drama an den Originalschauplätzen inszenierte. „Kaum ein Gedanke scheint mir angesichts der Weltlage aktueller.“ Ein im Gegensatz zur Meinung vieler Kritiker durchaus sehenswerter Film, auch wenn hier zuviel Wert auf den emotionalen Gehalt der Geschichte gelegt wurde. Aber wie anders ist es heutzutage möglich, politische Inhalte für ein breites Publikum attraktiv zu machen. Kinostart ist der 12.04.2007
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Forum
Thursday, February 22. 2007
Oft sind es gerade die kleinen Filme auf der Berlinale die tiefe Einblicke in die menschliche Psyche und den Stand der Dinge gewähren. "Substitute", gezeigt im Forum ist so ein Fall. Zu sehen ist die Fußballweltmeisterschaft 2006 aus der Perspektive des französischen Nationalspielers Vikash Dhorasoo und des Autors und Musikers Fred Poulet. Nun wird man fragen: was kann da an neuen Erkennntnissen zu diesem Thema kommen ? Substitute zeigt eine andere Perspektive der Weltmeisterschaft und zwar aus der Sicht eines Ersatzspielers, der insgesamt nur 16 Min. zum Einsatz kam. Er zeigt die Einsamkeit, die Langeweile, das Nicht-dazu-gehören, die Frustration eines Spielers der seine Leistung nicht bringen darf. Dieses Filmtagebuch räumt mit der idealistischen Vorstellung des Einer-füralle Teams auf. Sicher eine sehr subjektive, gerade deswegen ehrliche Einsicht in das, was bei so einem Event mit Menschen passiert. Authentisch wird dieser Film noch durch einen zweiten Aspekt: das Filmmaterial. Gefilmt wurde mit einer Super-8-Kamera (früher das klassische Handwerkszeug des Hobbyfilmers). Technisch bedeutet das bunte, unscharfe wackelige Bilder, Einstellungen von maximal 3 Min., denn soll lange ist eine Filmrolle. Der Ton kommt aus dem Off, nachträglich aufgesprochen. Dhorasoo hat dieser Film kein Glück gebracht, von seinem Verein und seinen Kameraden geschasst, steht er im Augenblick ohne Vertrag da, steht aber nach wie vor zu seinem mutigen Film.
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