Posted by Alexander Smit in
Wettbewerb
Tuesday, February 27. 2007
Ein Mädchen hält sich für einen Cyborg. Nachdem die Fabrikarbeiterin sich an ihrem Arbeitsplatz die Pulsadern aufgeschnitten hat, um dort ein Stromkabel anzuschließen und dies mit Strom zu beschalten, landet Young-goon im Sanatorium. Und da ist sie nicht die Erste in ihrer Familie: Ihre Großmutter wurde ebenfalls eingewiesen, sie hielt sich für eine Maus, aß den ganzen Tag Rettich und wies auch Mimik und Gestik des kleinen Nagers auf. Als Roboter hält Young-goon natürlich keine Kontakte zu Menschen, sondern führt Gespräche mit diversen Geräten, wie zum Beispiel dem Getränkeautomaten der Anstalt. Wenn die anderen essen, leckt sie an Batterien. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Sie magert ab, beginnt zu halluzinieren, was der Film mit Szenen zeigt, in denen ihre Finger zu den Läufen einer Maschinenpistole werden, mit denen sie rund um sich zu schießt. Ganz in Cyborg-Manier eben. Sie schießt in ihrer Fantasie auf das Personal des Sanatoriums. Das liegt daran, dass sie glaubt, alle Menschen in weißen Kitteln umbringen zu müssen. Und das folgt wieder aus dem Trauma, das sie erlitt, als ihre Großmutter abgeholt wurde. Ihre Oma erscheint ihr im Film auch immer wieder und hilft bei der Suche nach dem Sinn des Lebens.
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Posted by Ulf Engelmayer in
Wettbewerb
Thursday, February 22. 2007
Freundschaft, Versöhnung, Hoffnung und Aufbruch – der neue Film des Oscar-prämierten Regisseurs Bille August (PELLE, DER EROBERER; FRÄULEIN SMILLAS GESPÜR FÜR SCHNEE; DAS GEISTERHAUS) erzählt von der schicksalhaften Beziehung zwischen dem zu lebenslanger Haft verurteilten schwarzen Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela und seinem weißen Gefängniswärter James Gregory. In den Hauptrollen Joseph Fiennes (SHAKESPEARE IN LOVE) als James Gregory, Dennis Haysbert („24“) als Nelson Mandela und Diane Kruger (TROJA; MERRY CHRISTMAS) als Gregorys Ehefrau Gloria. Basierend auf den Memoiren von James Gregory schuf Bille August mit GOODBYE BAFANA ein Plädoyer für die menschliche Kraft zu Umkehr und Neuanfang. Es war Mandelas Vision der Versöhnung, die ihn fasziniert habe, so Regisseur August, der das Drama an den Originalschauplätzen inszenierte. „Kaum ein Gedanke scheint mir angesichts der Weltlage aktueller.“ Ein im Gegensatz zur Meinung vieler Kritiker durchaus sehenswerter Film, auch wenn hier zuviel Wert auf den emotionalen Gehalt der Geschichte gelegt wurde. Aber wie anders ist es heutzutage möglich, politische Inhalte für ein breites Publikum attraktiv zu machen. Kinostart ist der 12.04.2007
Posted by Ulf Engelmayer in
Wettbewerb
Tuesday, February 20. 2007
Es war die größte Geldfälschungsaktion aller Zeiten. Über 130 Millionen britische Pfund wurden dabei gedruckt, unter Umständen, die nicht spektakulärer und tragischer hätten sein können. Als in den letzten Kriegsjahren die Lage zunehmend aussichtslos wurde, beschloss die Führung des Deutschen Reichs kurzerhand, die Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner selbst herzustellen. Mit den Blüten wollte man die feindliche Wirtschaft überschwemmen und die leeren Kriegskassen füllen. Im KZ Sachsenhausen wurden hierfür unter dem Decknamen ,Unternehmen Bernhard’ zwei strikt vom restlichen Lager und der Außenwelt abgeschottete Baracken in eine perfekt ausgestattete Fälscherwerkstatt umgerüstet. Aus anderen Lagern brachte man Häftlinge nach Sachsenhausen, die den Plan umsetzen sollten – professionelle Drucker, preußisch korrekte Bankbeamte und Vorstadt-Handwerker, sie alle machte man zu Mitgliedern des streng geheimen Fälscherkommandos. Sie hatten die Wahl: Kooperierten sie mit dem Feind, bekamen sie die Chance zu überleben – als Gefangene erster Klasse in einem ,goldenen Käfig’, ausreichend Essen und eigene Betten inbegriffen. Sabotierten sie, bedeutete dies den sicheren Tod. Für DIE FÄLSCHER ging es somit nicht mehr nur darum, Leib und Leben zu retten, sondern auch das eigene Gewissen… " Auf der Berlinale ist dieser Film abgefeiert worden, im Kino zu sehen ab 22.03.
Posted by Carsten Giese in
Wettbewerb
Thursday, February 15. 2007
So heißt der Wettbewerbsbeitrag von Ariel Otter. Dies ist der zweite Spielfilm des argentinischen Regisseurs. 2001 debütierte Otter mit „Solo Por Hoy“. Julio Chavez spielt Juan Desouza, einen 46jährigen Geschäftsmann, der sich beruflich auf einer Bustour in das Landesinnere befindet. Als der Reisebus am Ziel ankommt stellt Juan fest, dass sein Sitznachbar tot ist. Er beschließt die Identität des Toten anzunehmen, um so aus seinem Leben auszubrechen. Er beginnt vorsichtig die Möglichkeiten der neuen Existenz als Doctor Salazar zu erforschen. So besucht er die Beerdigung von Salazar und beginnt eine Affäre mit einer Besucherin der Totenfeier. Vielleicht ist sie die Witwe des Anderen. So begleitet der Zuschauer den Protagonisten auf der Suche nach dem Sinn seiner Existenz.
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Posted by Jutta Engelmayer in
Wettbewerb
Thursday, February 15. 2007
Der Film des belgischen Regisseurs Sam Gabarski mit Marianne Faithfull in der Hauptrolle ist als echtes Highlight auf der Berlinale anzusehen. Ein Film, der eher aus Zufall in der britischen Working Class angesiedelt wurde, ursprünglich war die Geschichte in Brüssel angesiedelt, doch durch glückliche Fügung wurde das Drehbuch umgeschrieben und in London angesiedelt. Zur Story: Maggie ist verwitwet und arbeitslos. Sie hat nie in ihrem Leben eine Ausbildung gemacht. Auch ihr Sohn und ihre Schwiegertochter haben keinen Job. Maggies Enkelsohn ist lebensbedrohend erkrankt und liegt in einer Londoner Klinik. Es gibt nur einen Spezialisten der ihm helfen könnte, doch dazu müsste die Familie nach Australien fahren. Die Reise und Unterkunft dorthin ist unerschwinglich teuer, Geld ist nicht vorhanden und dazu wird die Zeit knapp, denn in sechs Wochen wird der Junge zu schwach sein um die Reise zu überstehen.
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Posted by Jutta Engelmayer in
Wettbewerb
Sunday, February 11. 2007
Als ich vor ein paar Jahren das Buch von Joseph Kanon „In den Ruinen von Berlin“ gelesen hatte dachte ich sicher nicht daran, das dies ein Stoff für eine Verfilmung sein könnte. Schon gar nicht das Interesse eines Regisseurs wie Steven Soderbergh wecken kann. Seid dem Ende der Sowjetunion sind keine Filme über den kalten Krieg mehr angesagt gewesen. Jetzt taucht mit „The good German“ doch einer auf. In Josephs Kanons Buch ist alles enthalten was einen guten Film ausmachen kann: Intrigen, geheimnisvolle Personen und Situationen und natürlich eine Liebesgeschichte. Die Umsetzung den ganzen Film konsequent in schwarz weiß zu drehen ist künstlerisch gut gelungen, auch die eingefügten Originalaufnahmen betten die Handlung glaubhaft ein. Die schauspielerischen Leistungen sind professionell, vor allem Cate Blanchett beweist wieder einmal welche Bandbreite von Personen sie darstellen kann. Hier spielt sie eine Femme Fatale die George Clooney das Leben schwer macht. War sie doch seine Geliebte aus Vorkriegszeiten
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Posted by Ulf Engelmayer in
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Tuesday, February 6. 2007
Als man am 17.06.1986 einen Mann tot aus einem See am Rande von Ost-Berlin zieht, ist es der amerikanische Sänger und Schauspieler Dean Reed, eine der geheimnisvollsten Ikonen der globalen Popkultur zu Zeiten des Kalten Krieges. Dean Reed war befreundet mit Salvador Allende und Yasser Arafat, protestierte auf der ganzen Welt gegen Militär-Regimes und den Vietnamkrieg, drehte Spaghettiwestern in Italien, tourte als erster Amerikaner durch die Sowjetunion, sang Country-Schlager im DDR-Fernsehen und ließ sich mit Maschinengewehr im Libanon ablichten. Als er 1972 in die DDR zieht, ist Dean Reed ein gefeierter Star des Sozialismus. Sein Mythos hat die Ära des Kalten Krieges überlebt. Leopold Grün portraitiert in "Der rote Elvis" den faszinierenden Quertreiber und balanciert dabei geschickt die Episoden aus. Neben Armin Mueller-Stahl äußern sich u.a. der Regisseur Günter Reisch und Isabel Allende. Der Rolling Stone widmete dem im Westen weitgehend unbekannte Dean Reed im Januar eine große Story.
Posted by Ulf Engelmayer in
Wettbewerb
Wednesday, January 31. 2007
Hat man hier keine Titelrecherche gemacht ? Diesen Filmtitel gibt es nämlich doppelt: "The Good Shepherd - Der gute Hirte" wurde schon einmal im Jahr 2004 vergeben. Diesmal geht es aber nicht um einen Priester sondern um die CIA. Die zweite Regiearbeit De Niros blickt zurück auf die Gründungszeit der Central Intelligence Agency. Edward Wilson (Matt Damon) ist ein idealer Kandidat für die "Firma": sein makelloser Lebenslauf, sein tiefer Glaube and die amerikanischen Werte und seine schnelle Auffassungsgabe machen ihn zum idealen Kandidaten für eine Karriere im neu gegründeten Auslandsgeheimdienst der USA und später zum Mitgestalter der strategischen Abteilung der CIA. Doch sein Erfolg hat einen hohen Preis, denn ein normales Leben mit seiner Frau (Angelina Jolie) und seinen Kinder passt nicht in seine Welt, in der immer und überall der Verrat zu lauern scheint.
Posted by Ulf Engelmayer in
Wettbewerb
Tuesday, January 30. 2007
Der Kult Comiczeichner Frank Miller rückte in das breitere Licht der Öffentlichkeit durch die filmische Umsetzung seines Comics "Sin City". Nach dem düsteren Endzeitepos nun ein klassisches Drama, filmisch umgesetzt vom Regisseur Zack Snyder. Im Jahre 480 vor Christus stellt sich der spartanische König Leonidas mit 300 treuen Kriegern dem zahlmäßig weit überlegenen Heer des persischen Königs Xerxes entgegen. Leonidas will den strategisch wichtigen Thermopylen-Pass im Kallidromos-Gebirge um jeden Preis verteidigen und lässt sich daher von Xerxes nicht zur Aufgabe zwingen. Doch Missgunst und Verrat unter den Spartanern machen Leonidas ehrgeizigen Plan zunichte und so geht die Schlacht schließlich verloren. Optisch verspricht dieser Film sicher ein besonderes Highlight der Berlinale zu werden.
Posted by Ulf Engelmayer in
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Saturday, January 27. 2007
Zum zweiten Mal auf der Berlinale im Wettbewerb dabei: Christian Petzold. Nach "Gespenster" im letzten Jahr präsentiert Petzold "Yella". Die Geschichte: Yella will weg, endlich die ostdeutsche Kleinstadt, ihre gescheiterte Ehe hinter sich lassen, nach Westen, jenseits der Elbe, wo es Arbeit und Zukunft geben muss. In Hannover lernt sie Philipp kennen, der für eine Privat Equity Firma arbeitet. Als seine Assistentin bewährt sie sich in der Welt des Venture Capitals, der gläsernen Büros, der Leasing-Limousinen, der diskret ausgeleuchteten Hotel-Lobbys. Alles scheint leicht, ein Spiel mit lauter Gewinnern. Philipp wird der Mann an ihrer Seite, aufmerksam, unsentimental, mit einem Ziel vor Augen, das ein gemeinsames werden könnte. Yella scheint angekommen zu sein auf der richtigen Seite der Elbe. Doch immer wieder bricht etwas auf, schieben sich seltsam gegenwärtige Stimmen und Geräusche aus der Vergangenheit in ihr neues Leben. Sie hat Angst, dass dieses Leben nicht wahr ist, dass sie träumt. Sie will die Augen offen halten. Nur wer schläft, kann aufwachen. Der von nordmedia geförderte Film mit Nina Hoss und Devid Striesow in den Hauptrollen wurde u.a. in Hannover und Gifhorn gedreht.
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